Sie möchten maximale Freude an Ihren Topforchideen haben?
Eine Phalaenopsis ist leicht zu pflegen. Ein paar Tipps helfen Ihnen, sie maximal zu genießen!
Temperatur
Ihre Phalaenopsis verlangt einen Nachttemperatur von mindestens 16° C und eine maximale Tagestemperatur von 32° C. Ideal ist eine Tagestemperatur von 20 bis 25° C. Die Pflanze kann Temperaturen bis 6° C standhalten. Dann blüht die Pflanze allerdings nicht oder blühende Pflanzen verlieren ihre Blüten vorzeitig. Die Blätter werden von der Farbe her rötlich und sterben bei anhaltender Kälte vollständig ab.
Licht
In der Natur wächst die Phalaenopsis in den Bäumen. Die Pflanze verlangt deshalb viel Licht, jedoch kein direktes Sonnenlicht, schon gar nicht in den Sommermonaten. Etwas frühe Abendsonne hinter einer Gardine ist jedoch kein Problem (als Faustregel gilt, dass sie maximal 10 % der Zeit in der Sonne steht). Ideal ist ein Platz an einem Fenster, das nach Osten zeigt. Vergilben die Blätter? Das kann ein Zeichen von zu viel direktem Sonnenlicht sein. Ein zu dunkler Platz ist jedoch auch nicht gut. Dann kommt es zu frühzeitigem Blütenfall mit dunkelgrünen Blättern. Dies weist auf einen Mangel an Licht hin.
Wasser
Nicht in das Herz der Topforchidee gießen. Dann besteht das Risiko von Fäulnis und Schimmel. Wasser auf das Substrat im Topf geben. Das Gießwasser muss lauwarm sein und einen pH-Wert von 6-7 haben. Die Pflanze gern mit Regenwasser gießen, das aufgefangen wurde. Kalkreiches Leitungswasser vermeiden. Vorzugsweise früh am Tag gießen und nur, wenn sich die Topferde trocken anfühlt. Darauf achten, nicht zu viel zu gießen. In Zweifelsfällen lieber ein Mal Gießen überschlagen.
Luftfeuchtigkeit
In ihrer natürlichen Umgebung hat die Phalaenopsis eine Luftfeuchtigkeit von 100 %. Je höher die Luftfeuchtigkeit im Haus ist, desto länger können Sie Ihre Pflanzen genießen. Ideale Orte sind Küche, Bad oder auch der Wintergarten. Die Pflanzen regelmäßig besprühen und den Topf in eine breite Schale gefüllt mit gebrannten Tonkörner oder Kies stellen, immer mit Wasser versorgt (der Topf darf nicht im Wasser stehen). Auf diese Weise verdunstet das Wasser unter der Pflanze und schafft eine höhere Luftfeuchtigkeit in der direkten Umgebung der Orchidee.
Wachstumssubstrat
Die wichtigste Anforderung an ein ideales Wachstumssubstrat ist eine gute, feuchtigkeitshaltende Drainage. So können die fleischigen Wurzeln gut atmen und gleichzeitig Wasser aufnehmen. Wählen Sie Mischungen aus Baumrinde (meist Pinus maritima), Torfmoos (Sphagnum), Bimsstein oder Perlit (eventuell ersetzt durch Stücke Mineralwolle oder Kapok). Das ist besser als normale Topferde, die schneller zur Wurzelfäule führt. Solche Blumenerdenmischungen sind in gut sortierten Gartenzentren standardmäßig erhältlich.
Düngung
Im Substrat im Topf befindet sich wenig Düngung. Deshalb wird die Phalaenopsis am besten über das Gießwasser gedüngt. Kaufen Sie Pflanzendünger mit einem Düngergehalt von 20-20-20, speziell für Orchideen. Dieser ist sowohl in flüssiger als auch in fester Form beim Floristen und im Gartencenter erhältlich. Zu Ende des Frühlings oder zu Beginn des Sommers (der Wachstumsperiode der Topforchidee) muss regelmäßig gedüngt werden, in den Wintermonaten oder im Ruhezeitraum der Pflanzen weniger.
Umtopfen
Ein Tontopf ist für das Umtopfen gut geeignet: Ton lässt Luft und Wasser leichter durch als Kunststoff. Ein Kunststofftopf hat jedoch den Vorteil, dass das Austrocknen der Erde nicht so schnell erfolgt. Nur Umtopfen, wenn es wirklich nötig ist: wenn die Erde ausgelaugt ist, im Schnitt alle zwei Jahre.
Blüte fördern
Verblühte Pflanzen im Herbst einige Wochen an einen kälteren Standort umsetzen (12° C). So wird die Bildung neuer Blüten gefördert. Blütenstängel bis auf drei Augen über dem Blatt zurückschneiden. Aus diesem oberen schlafenden Auge entstehen durch den Schnitt neue Blütenstängel oder die seltenen „Keiki“ (Absenker, Kindel).





